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10 Tipps für die betriebliche Weihnachtsfeier

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Jetzt beginnt sie wieder - die Zeit der Weihnachtsfeiern!  Viele freuen sich auf die betriebliche Weihnachtsfeier, für andere ist es eine lästige Pflicht. Man kennt sich gut, es herrscht meistens eine lockere Atmosphäre, und dennoch sollte man sich darüber bewusst sein, dass diese Feiern betriebliche Veranstaltungen sind. Das bedeutet, dass auch hier bestimmte Regeln gelten. Nutzen Sie den Anlass als Karrierechance und liefern Sie einen souveränen Auftritt.

Wie Sie Fettnäpfchen vermeiden und sich stilsicher verhalten, verrät Susanne Beckmann,Business Knigge -Trainerin aus Osnabrück (www.susanne- beckmann.de).

 

1. Die Einladung annehmen

Die Teilnahme an der Weihnachtsfeier ist keine Pflicht. Bedenken Sie jedoch, dass ein Nichterscheinen den Eindruck erweckt, dass Sie kein Interesse haben und sich so zum Außenseiter machen können.

2. Der Dress Code

Wenn auf der Einladung ein Dress Code vorgegeben ist, halten Sie sich bitte unbedingt daran, denn Ihr Chef hat sich Gedanken dazu gemacht. Ist nichts vorgegeben, ist der Ort entscheidend, an dem gefeiert wird. Feiern Sie auf der Kegelbahn, macht ein dunkler Anzug keinen Sinn. Sind Sie dagegen in ein schickes Restaurant eingeladen, ist der Anzug sehr passend. Für die Damen gilt: Lassen Sie gewagte Outfits (tiefer Ausschnitt, zu kurzer Rock, High Heels) besser für eine private Gelegenheit im Schrank. Grundsätzlich gilt auf einer Feier das Gleiche wie im Berufsalltag: „ Mehr Stoff bedeutet mehr Autorität.“

3. Zurückhaltung beim Alkohol

„Kinder und Betrunkene sagen immer die Wahrheit“. Diese Weisheit sollte Ihnen bewusst sein, wenn Sie Alkohol trinken. Wer zu tief ins Glas schaut, läuft Gefahr Sätze zu sagen, die ihm am nächsten Tag leid tun, peinlich sind oder sogar der Karriere schaden. Außerdem erweckt übermäßiger Alkoholkonsum den Eindruck, dass Sie es sich auf Kosten der Firma mal so richtig gut gehen lassen. Also, lieber ein Glas weniger als eins zu viel.

4. Das Essen

Hier gibt es zwei Aspekte unbedingt zu beachten: Erstens gehen Sie nicht zum Buffet, bevor Ihr Chef es frei gegeben hat, und zweitens überladen Sie nicht Ihren Teller. Hier ist Augenmaß gefragt. Gehen Sie lieber mehrmals und nehmen sich kleinere Portionen. Stilvoll ist es, auch beim Buffet die klassische Menüfolge einzuhalten, d.h. zuerst wählen Sie die Vorspeise, danach die Hauptspeise und anschließend das Dessert. Zu jedem Gang nimmt man sich einen neuen Teller.

5. Aufpassen beim Flirten

Flirten Sie allzu auffällig mit Ihrer/m Kollegen/in, sind Sie immer den Augen der anderen Kollegen und auch des Chefs ausgesetzt. Das könnte am nächsten Tag Thema Nummer eins im Unternehmen werden. Wer sich flirtmäßig bedrängt fühlt, sucht sich am besten Unterstützung und bindet einen neutralen Dritten in das Gespräch ein.

6. Vorsicht mit dem "Du"

Wenn Ihnen das“ Du“ von Ihrem Chef angeboten wird, sollten Sie es annehmen. Laut Business-Knigge gilt die Regel: Der Ranghöhere bietet dem Rangniederen das „Du“ an.
Spontane „Duz-Angebote“ von Kollegen sind mit Bedacht zu behandeln, denn einige dieser Angebote werden am nächsten Tag stillschweigend revidiert. Dann lassen Sie diesen Sinneswandel bitte unkommentiert. Am besten warten Sie erst einmal ab und begrüßen Ihre Kollegen mit einem „Guten Morgen“.

7. Gute Umgangsformen zeigen

Pünktliches Erscheinen ist selbstverständlich. Verlassen Sie die Feier nicht erheblich eher als die meisten anderen Kollegen. Falls Sie es doch möchten oder müssen, erklären Sie sich kurz gegenüber Ihren Gastgeber. Ein Dankeschön für das gelungene Fest bei der Verabschiedung erfreut jeden Chef.

8. Small Talk gekonnt

Als Gesprächseinstieg eignen sich sehr gut Themen wie Hobbys, Urlaube, Städtereisen oder Kinder . Die Weihnachtsfeier ist nicht der geeignete Ort für das Karrieresprungbrett. Das bedeutet, dass Gehaltsgespräche dort nicht besprochen werden. Ebenso wenig gehören Kollegenschelte oder Verbesserungsvorschläge zu diesem Anlass.
Grundsätzlich sollen polarisierende Themen, die schnell zu Meinungsverschiedenheiten oder zu schlechter Stimmung führen können, vermieden werden. Diese sind z.B. Politik, Religion, Krankheit oder Tod.

9. Wie der Körper spricht

Achten Sie, besonders auch zu späterer Stunde, auf die Distanzzone, d.h. der körperliche Abstand zu Ihrem Gesprächspartner soll nicht unter einer Armlänge sein. Damit gehen Sie sicher, dass Sie niemandem “ auf die Pelle rücken.“ Eine positive Körperhaltung ist eine entspannte und aufrechte Haltung. Im Gespräch schauen Sie Ihr Gegenüber an, verschränken nicht die Arme oder stecken nicht Ihre Hände in die Hosentasche. Damit bringen Sie eine wertschätzende Haltung zum Ausdruck.

10.The day after

Am nächsten Tag ist jeder wieder in seiner Rolle. Wer dann das Gefühl hat, sich nicht so benommen hat, wie er sollte, spricht das am besten an. Es ist besser sich zu entschuldigen und damit Image schädigen Gesprächen der Kollegen oder Vorgesetzten entgegenzuwirken.